Zu Tisch bitte: Josefine Staats von KULAU

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© KULAU GmbH

Die Alge, sie prägt nicht nur die Unterwasser-Welt, betreibt hier fleißig Photosynthese und erzeugt über 80 Prozent des Sauerstoffs unserer Erde. Auch aus der Küche Südostasiens, Japans und anderer asiatischer Länder ist sie nicht wegzudenken. Etwa 160 der weltweit bekannten 80.000 Algenarten sind es, die industriell (unter anderem als Nahrungsmittel) genutzt werden. Vor allem große Algenarten, die sogenannten Makroalgen, sind es, die roh als Salat verarbeitet, gedünstet als Gemüse verwendet oder getrocknet für die Sushi-Zubereitung genutzt werden. Als „Lebensmittel der Zukunft“ werden sie nicht ohne Grund angesehen.


Denn Algen sind ein Jahrhunderte altes „Superfood“. Reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, Kohlenhydraten, ungesättigten Fettsäuren und Beta-Carotin sind sie. Bis zu dreißigmal so schnell wie Landpflanzen wachsen sie außerdem. Das große Potenzial des Meeres, das immerhin 70 Prozent der Erdoberfläche ausmacht, effektiver zu nutzen – das ist die grundlegende Idee hinter den leckeren Bio-Algenprodukten, die Josefine Staats und ihr Team (neben einer Vielzahl an Kokosprodukten) unter dem Namen „KULAU“ anbieten.

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„Sea Veggies“ – Handgepflückte und natürliche Knabbersnacks

Die „Sea Veggies“ von KULAU, das sind fünf verschiedene Sorten Bio-Trockenalgen aus den Gewässern der europäischen Atlantikküste. Für Josefine Staats, die schon als Kind von neuen Lebensmitteln und Geschmackserlebnissen fasziniert war und die es von Heidelberg über Kiel, Maastricht und Brüssel in die Kastanienallee im Prenzlauer Berg in Berlin verschlagen hat, ist das Idee und Leidenschaft zugleich:

„Meine Leidenschaft für Algen begann vor vielen Jahren, nämlich als ich noch Studentin im niederländischen Maastricht war. Im dortigen Asialaden habe ich verschiedene getrocknete Algen entdeckt und immer wieder zu Hause in der Küche getestet. Auch in den Jahren danach haben mich Algen begleitet. Gerade vor dem Hintergrund leergefischter Ozeane und problematischer Fischzucht habe ich mich gewundert, dass Algen nicht auch einen größeren Stellenwert in unserer Ernährung einnehmen.“

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Um die Alge in Deutschland als wertvolles Lebensmittel, das sie in Teilen der Welt bereits ist und hierzulande sein kann, anzubieten, hat sich Josefine mit Lebenspartner Marcus und ihren Kindern nach Spanien aufgemacht. In der Algenmanufaktur von Porto Muinos konnte sie mehr über die Ernte und die vielen Vorteile der Meerespflanzen erfahren. Eine Recherche, an die sich Josefine gerne erinnert.

„Dort durften wir unterschiedlichste Algen probieren, die geschmacklich z. B. an Pfeffer, Entenmuscheln (eine sehr hochpreisige atlantische Delikatesse) oder auch relativ neutral an Salat erinnerten. Als wir dann auch noch selbst bei der Algenernte im Taucheranzug mithelfen durften, da war die Entscheidung von Marcus und mir getroffen: Diese faszinierende Geschmacksvielfalt wollen wir gemeinsam einem größeren Publikum anbieten.“

Die Alge als Nährstofflieferant der Zukunft

Immer knapper werdende agrarische Nutzflächen und die Überfischung der Ozeane sind nur einer der Gründe, die für die Entdeckung der Algen für unsere Ernährung sprechen. Während der Geschmack für unsere Gaumen noch verhältnismäßig fremd und ungewohnt ist, ist das Meeresgemüse auch eine große Quelle an Nährstoffen. Sie sollen unseren Stoffwechsel anregen, unser Blut reinigen und das Immunsystem stimulieren. Algen liefern eine Reihe natürlicher Antibiotika und schützen vor viralen oder bakteriellen Infektionen.

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Neben Vitamin B12, Omega-3-Fettsäuren, Eisen und Kalzium, sind Algen auch für ihren hohen Jodgehalt bekannt. Der ist für europäische Verhältnis so hoch, dass viele Algen hierzulande nur in Maßen gegessen werden sollten. Etwa 200 µg Jod pro Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Aber keine Sorge, Kulau haben auf ihren Packungen selbstverständlich angegeben, wie viel Jod die Algen enthalten. Statt großer Mengen empfiehlt sich, kleine Dosen in Rezepte zu integrieren. Werden Rot-, Grün- oder Braunalgen schon bald zur populären Salat-, Würz- oder Snack-Variante? Neben Kokoswasser, Kokosöl, Kokosmus, Kokosblütenzucker, Kokosmehl und Kokosgewürzen entwickeln Josefine und das Team hinter Kulau genau deshalb immer neue spannende und Bio-zertifizierte (Algen-) Snacks.

Fairness steht dabei an erster Stelle – und die schließt jeden ein, der an der Produktion (und dem Genuss) der KULAU-Produkte beteiligt ist und respektvoll und gerecht behandelt werden soll. Was die Arbeit der Köpfe hinter KULAU außerdem ausmacht? Nachhaltigkeit und Zukunftsorientiertheit! Denn, so Josefine:

Wir versuchen sämtliche Prozesse so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten und einen kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Das beginnt bei der Verwendung von Recyclingpapier für unsere Infomaterialien, geht über den Bezug von Naturstrom, über eine ökologisch sinnvolle Organisation unserer Logistik,  bis hin zum Versand mit kompostierbaren Verpackungsmaterialien. Darüber hinaus ist es uns auch im Team und am Arbeitsplatz wichtig, umweltbewusst zu agieren.