Quiz-Auflösung:
Welcher Warenkorb ist der nachhaltigste?

AllyouneedFresh-Quiz: Nachhaltiger Warenkorb

Drei Warenkörbe haben wir Euch in der vergangenen Woche bei Facebook gezeigt. Die Frage, welcher der drei am nachhaltigsten sei, haben viele Quiz-Teilnehmer beantwortet. Viele davon sogar korrekt. Welcher Warenkorb aber ist es, der in Sachen Nachhaltigkeit die Nase vorn hat?


Die drei Warenkörbe

Die folgenden drei Warenkörbe haben wir Dir zur Auswahl gestellt. Ein zugegebenermaßen knifflige Aufgabe, denn zu einem nachhaltigen und einem weniger nachhaltigen Warenkorb hat sich auch ein eher nachhaltiger Warenkorb gesellt. Ein finaler Blick auf die drei Antwort-Möglichkeiten gefällig?

AllyouneedFresh-Quiz: Warenkorb 1

Zu Warenkorb 1

AllyouneedFresh-Quiz: Warenkorb 2

Zu Warenkorb 2

AllyouneedFresh-Quiz: Warenkorb 3

Zu Warenkorb 3

Die Auflösung

Warenkorb 2 – so lautet die richtige Antwort. Er war es auch, auf den ein Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer getippt haben. Aus Intuition, durch Markenkenntnis oder die intensive Auseinandersetzung mit den enthaltenen Produkten? Wir erklären, warum Warenkorb 2 der nachhaltigste ist, warum Warenkorb 3 demnach der weniger nachhaltige und Warenkorb 1 der eher nachhaltige ist.

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Bezogen auf Lebensmittel können verschiedene Schritte in der Wertschöpfungskette mehr oder weniger sozial- oder umweltverträglich sein:

Der Anbau pflanzlicher Produkte, die Aufzucht tierischer Produkten, Verarbeitung, Verpackung und Transport sind nur einige Faktoren, die ein Produkt zu einem nachhaltigen Produkt machen. Oder eben nicht. Denn sie wirken sich auf Umwelt und auch auf die Menschen, die direkt oder indirekt beteiligt sind, aus.

In Anlehnung an das Ziel der Deutschen Post DHL, alle logistikbezogenen Emissionen bis zum Jahr 2050 auf 0 zu reduzieren, um die Erderwärmung auf weniger als 2 Grad Celsius zu begrenzen, haben wir uns für das Quiz neben Fairness auf die Kriterien CO2-Äquivalente und Wasserverbrauch geeinigt. Diese beiden Messgrößen für Nachhaltigkeit werden häufig auch zur Berechnung des ökologischen Fußabdrucks herangezogen.

Zentrale Fragen

Einige ganz wesentliche Fragen helfen Dir nicht nur dabei, die von uns gestellte Frage zu beantworten, welcher der drei Warenkörbe der nachhaltigste ist. Auch Dein Einkaufs- oder Essverhalten könnten sie – zugunsten von Umwelt, Mensch und Tier – beeinflussen.

Aus welcher Region stammen die Produkte? Ist ihr Anbau saisonal?

Bananen (Warenkorb 1) und Ananas (Warenkorb 3) wachsen das ganze Jahr über, legen aber aus Mittel- und Südamerika einen langen Weg zu uns zurück. Im Gegensatz dazu hat der heimische Butternuss Kürbis (Warenkorb 2) derzeit Saison. In Erwägung ziehen kann man bei dem Vergleich auch die Arbeitsbedingungen und die Düngemittelbelastung.

Wer stellt sie her? Wer oder was könnte darunter in Mitleidenschaft gezogen werden?

Beim Thunfischfang aus dem offenen Meer geraten oft viele andere Fischarten wie Delfine in die Netze. Heringe aus Aquakulturen sind beispielsweise nicht von Überfischung bedroht und mit Umweltgiften belastet. Thunfischfilet (Warenkorb 1) oder Heringsfilet (Warenkorb 2)? Der Hering ist die nachhaltigere Alternative!

Wie energieintensiv ist die Herstellung der Produkte? Und welche natürlichen Ressourcen werden dabei verbraucht? Wie viele CO2-Äquivalente werden dafür ausgestoßen?

Industrielle prozessierte Produkte benötigen für ihre Produktion mehr Energie und Wasser als rohes Gemüse. Käse besteht aus mehreren Litern Milch, für dessen Herstellung die Kühe wiederum viel Futter benötigen und Methan ausstoßen. Getreidedrinks aus Hafer (Warenkorb 2), Reis oder Mandeln sind daher nicht nur vegane, sondern auch CO2-effiziente Milch-Alternativen.

Enthalten die Produkte Inhaltsstoffe, die in öffentlicher Kritik stehen?

In jedem zweiten Supermarktprodukt steckt inzwischen Palmöl. Dabei ist das meist produzierte Pflanzenöl mindestens so allgegenwärtig wie umstritten. Denn um Plantagen für die Ölpalme zu schaffen, wird vielerorts Regenwald abgeholzt und abgebrannt. Dadurch verlieren viele Kleinbauern ihre Heimat und Orang-Utans ihren Lebensraum. Auch kleinste Kunststoffteilchen, sogenannte Mikroplastik, sind längst in öffentliche Kritik geraten. Sie dienen in Zahnpasta oder Peelings als Putzkörper. Sie landen mit dem Abwasser im Meer, ziehen Umweltgifte an und werden von Meerestieren und Korallen aufgenommen.

Gibt es Siegel, die Mindeststandards für Fairness der Haltung gewährleisten oder z.B. den Einsatz von Düngemitteln und Medikamenten begrenzen?

Bei den verschiedenen Bio-Siegeln (über 100 gibt es in Deutschland) verpflichten sich die Anbieter mehr oder weniger strikt auf chemische Dünger zu verzichten, die die Böden belasten, Tiere artgerechter zu halten und zu füttern. Andere gewährleisten Sozialstandards beim Anbau z.B. die medizinische Versorgung und Unterstützung der Familien der Rohrzucker-Bauern.

Wie ressourcenschonend sind die Produkte verpackt?

Hier gilt – je weniger, desto besser, solange das Produkt unversehrt bleibt. Einwegverpackungen wie Druckgasbehälter von Deos (Warenkorb 3) belasten die Umwelt mehr als bspw. Sprühflaschen aus Glas (Warenkorb 2).


Hast Du richtig getippt? Hast Du Dich mit der Entscheidung leicht getan? Und welche der Produkte waren für Dich am aufschlussreichsten?

Wir sind gespannt auf Dein Feedback!

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