Plastik im Meer –
Auswirkungen auf unseren Planeten

Plastik in Weltmeeren

Wenn wir an das Meer denken, verbinden wir damit Urlaub, leckeres Essen und wunderschöne Strände. Doch an was wir dabei nicht denken ist, dass auf der ganzen Welt Plastik im Meer schwimmt – unsere Meere verschmutzen.


Wenn man nicht darauf achtet, nimmt man es kaum wahr. Doch wenn man an seinen letzten Strandurlaub zurückdenkt fällt auf, dass doch – mal mehr, mal weniger – Strohhalme, Plastikbesteck und die ein oder andere Plastikflasche am Strand vorzufinden ist. Egal ob diese Sachen von Touristen dort liegen gelassen wurden oder ob sie mit den Wellen am Strand angespült kamen, fest steht: Es befindet sich viel zu viel Plastikmüll in den Meeren. Und der Plastikmüll hat sowohl Auswirkungen auf unsere Umwelt als auch auf unsere Gesundheit.

Inhalt

Mehr Müll als Fische im Meer

Jedes Jahr landen 8 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Davon sinken 70% auf den Meeresboden. Das heißt, dass der sichtbare Müll an der Wasseroberfläche nur ein Bruchteil davon ist, was sich wirklich an Plastik im Meer befindet. Bis heute befinden sich 150 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Bildlich kann man sich das so vorstellen, dass pro Minute ein Müllwagen seinen Inhalt ins Meer kippt. 2030 werden es zwei Müllwagen pro Minute sein und 2050 sogar vier Wagen mit Müll pro Minute. 2050 können wir davon ausgehen, dass mehr Kunststoffteile in den Meeren schwimmen werden als Fische – keine guten Aussichten für unsere Meere und unsere Umwelt.

Plastik statt Seetang

Unsere Meere verschmutzen durch Plastikmüll. Dass der Plastikmüll im Meer vor allem für Tiere erhebliche Probleme auslöst, zeigt dieses Bild von dem Fotografen Justin Hofman, welches viral ging. Darauf zu sehen ist ein Seepferdchen, dass sich an einem Plastik-Wattestäbchen festhält. Seepferdchen lassen sich in der Strömung mittreiben, indem sie sich an natürlichen Objekten, wie zum Beispiel Seetang, festhalten. Sobald jedoch die Flut kommt, müssen sich Seepferdchen etwas anderes suchen, woran sie sich festhalten können – in diesem Fall ein Plastik-Wattestäbchen.

Plastik in Weltmeeren

Auswirkungen auf Tiere

Darüber hinaus bildet das Plastik im Meer echte Gefahren. So können sich Tiere in Netzen oder anderem Müll verfangen. Teilweise denken die Tiere, das Plastik wäre Futter. Sie essen es, ihr Magen füllt sich mit dem Plastik und sie sterben infolgedessen, da in Plastik keine Nährstoffe enthalten sind. Auch können die Bakterien oder giftigen Stoffe auf dem Plastik den Tieren erhebliche Schäden zufügen. Das größte Problem daran: Plastik benötigt Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte, bevor es sich zersetzt.

Auswirkungen auf den Menschen

Ein weiteres großes Problem ist, dass sich die im Ozean gelandeten Giftstoffe aus Schwermetallen oder Giftstoffe aus der Industrie im Wasser nicht auflösen. Vielmehr lagern sie an Gegenständen fest, die meist aus Plastik sind. Diese Giftstoffe reichern sich in der Nahrungskette der Meereslebewesen von Plankton bis hin zum Hai an und landen wiederum am Ende dieser Nahrungskette – also beim Menschen. Wenn wir diese Giftstoffe aus dem Ozean zu uns nehmen, kann das Krebs, Diabetes, Entwicklungs- und Lernstörungen verursachen, Autoimmunkrankheiten auslösen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Gegenbewegung in Frankreich

Um dem ganzen Plastikmüll ein Ende zu setzen, hat sich die französische Politik ein Ziel gesetzt. Bis 2020 sollen in Frankreich alle Plastikteller und Plastikbecher verboten werden. Mikroplastik, das unter anderem in Kosmetik verwendet wird, soll demnächst verschwinden und Plastiktüten gibt es in Frankreich gar nicht mehr. Das ist ein wichtiges Signal der französischen Regierung und ein guter Schritt in die richtige Richtung. Wir hoffen, dass sich Deutschland in diesem Fall ein Beispiel an der französischen Politik nimmt und versucht, immer mehr auf Plastik zu verzichten und den Müll zu reduzieren.

Was kannst Du als Einzelner dagegen tun?

Nicht nur die Politik ist gefragt. Auch Du kannst Deinen Teil dazu Beitragen, unsere Meere und Ozeane sauber zu halten. Das wichtigste ist es, aufmerksam zu sein. Bevor Du etwas wegwirfst, frage Dich, ob Du es noch für etwas anderes wiederverwerten kannst oder ob du es anderweitig recyceln kannst. Auf alltägliche Dinge wie Strohhalme kannst Du komplett verzichten. Oder Du verwendest Eatapples von Wisefood als Alternative. Eatapples sind essbare Trinkhalme, die in Deutschland hergestellt werden. Basis der Trinkhalme ist speziell behandelter Apfeltrester und weitere Fruchtbestandteile. Eatappples sind die wahrscheinlich ersten essbaren und nachhaltigen Trinkhalme. Damit hilfst Du, die 3,3 Milliarden Plastik-Strohhalme, die weltweit täglich auf dem Müll landen, zu reduzieren. Irgendwann schaffen wir es vielleicht sogar, Plastik-Strohhalme durch essbare Trinkhalme zu ersetzen.

Hier geht’s zu einem leckeren Rezept, für das Du die Strohhalme wunderbar verwenden kannst.

Kräuterlimonade

Zum Rezept