Orientalisch-köstlich kochen:
Die wichtigsten Gewürze der Küche Nordafrikas und der Levante

orientalische Gewürze

Die orientalische Küche der sogenannten Levante und dem Maghreb werden hierzulande immer beliebter. Länder wie Marokko, Algerien oder Tunesien haben viele ausgefallene Gerichte zu bieten, die vor allem durch ihre Gewürze bestechen. Diese sind in der orientalischen Küche vielseitig einsetzbar und können in unterschiedlichsten Formen für süße und herzhafte Rezepte verwendet werden.


Teilweise landen orientalische Gewürze sogar in Getränken. Wir haben die wichtigsten Gewürze dieser Region unter die Lupe genommen und erklären, welche Rezepte aus dem Orient man mit ihnen zubereiten kann. Von A wie Anis bis Z wie Zimt – orientalisch kochen kann so lecker sein.

Inhalt
Anis

Während bei uns Anis hauptsächlich fürs Backen eingesetzt und ansonsten in Form von alkoholischen Getränken verwendet wird (Pastis, Sambuca, Raki und Ouzo), wird er in der arabischen Küche vor allem zum Würzen von Suppen und Eintöpfe genommen. Aufgrund seines süßlichen, fast lakritzartigen Geschmacks wird er darüber hinaus auch für süße Rezepte, Gebäck und oder zum Brot backen eingesetzt.

Ein Rezept mit Anis zum Probieren: 

Tomaten-Ananas-Chutney

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Chili

Diesem Gewürz könnte man eine eigene Kategorie widmen, denn es gibt über 200 Chilisorten in allen möglichen Farben und natürlich in verschiedenen Schärfegraden. Chili wird entweder gemahlen oder als ganze Schote frisch oder getrocknet angeboten. Sie gehört zur Gattung der Paprika, sieht sie doch auch aus wie eine Mini-Paprika. Von grün, gelb und orange über hellrot bis dunkelrot ist sie in einem breiten Farbspektrum vertreten. In der Küche ist uns Chili oft auch in Form von Cayennepfeffer, Tabasco-Sauce, Peperoni und Gewürzmischungen wie die nordafrikanische Harissa bekannt. Auch Öle kann man mit Chilischoten anreichern, um diesen eine gewisse Schärfe zu geben.

orientalische GewürzeGewürznelken

Nelken sind bei uns eher während der Festtage im Einsatz – beispielsweise beim Backen in der Weihnachtszeit oder manchmal auch für verschiedene Soßen Rezepte. Ihr sehr ausgeprägtes Aroma, das manchmal sogar als scharf, bitter oder beißend wahrgenommen wird, ist nicht jedermanns Sache. Beim Kochen wird die Wirkung jedoch etwas gemildert. Nelken werden im Stück oder in gemahlener Form angeboten. In der arabischen Küche wird die Gewürznelke in Kombination mit anderen Gewürzen für Rezepte mit Fleisch und Fisch verwendet.

Kardamom

Mit dem würzig, intensiven Aroma und der Zitrusnote passt Kardamom gut zu pikanten, aber auch süßen Gerichten und Rezepten. Das Gewürz ist sehr vielseitig einsetzbar und kann je nach Rezept für Reis- und Gemüsepfannen oder für Gerichte mit Fisch oder Fleisch verwendet werden. Ein orientalischer Salat mit Obst, Kuchen oder andere Süßspeisen mit Datteln erhalten durch den Kardamom eine besondere Geschmacksnote. Karadamom kann man sogar zum Würzen von Tee und Kaffee verwenden.

Koriander

Auch bei diesem Gewürz scheiden sich die Geister – die einen lieben es die anderen haben eine Abneigung, was am Geruch und am würzig-holzigen Aroma liegen könnte. Koriander ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil von Currypulver, sondern würzt auch Hackfleisch, Wurst und Eintöpfe. Außerdem kann er für pikante und süße Backwaren verwendet werden.

Orientalische Rezepte mit Kurkuma sind so unglaublich lecker: 

Tajine mit Hähnchen

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orientalische Gewürze

Kurkuma

Ohne Kurkuma kommt fast kein Rezept in der orientalischen Küche aus, denn seine satte gelbe Farbe ist das Geheimnis vieler Rezepte. Aber auch der Geschmack (erinnert ein wenig an Ingwer) gibt den Ton an, wenn es um das typische Aroma geht. Das Gewürz aus der Wurzelknolle (Gelbwurz) kann für Fisch-Rezepte, Fleisch, Reis, Nudeln und Gemüse verwendet werden. Wer das erste Mal mit Kurkuma kocht, sollte ihn zunächst etwas sparsamer verwenden, damit das Essen nicht zu bitter wird.

Kreuzkümmel

Auch unter dem Namen Kumin bekannt ist Kreuzkümmel das Gewürz, dass arabischen Gerichten mit Couscous, Linsen oder Bulgur erst den typischen Geschmack verleiht. Ebenso kommt kein Falafel Rezept ohne ihn aus – in Kombination mit Tomaten und Salat erhält man ein leichtes, sommerliches Gericht. Unser Tipp: Kreuzkümmel sollte ebenfalls zunächst sparsam dosiert werden, damit der würzig-scharfe Geschmack nicht zu sehr dominiert.

Falafel selber machen ist ganz einfach. Hier geht’s zum Rezept für das orientalische Gericht aus Kichererbsen.

Falafel

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Minze

Frische grüne Minze kann roh zu Gerichten hinzugefügt oder getrocknet werden. Sie passt zu süßen und pikanten Rezepten. Besonders gerne wird sie verwendet, um damit einen Tee aufzugießen. Dazu kann man Grüntee (in Form von „Gunpowder“) kombinieren. Zum Süßen kann Honig verwendet werden.

Aber auch orientalische Eintöpfe lassen sich mit Minze verfeinern – das beweist unser Rezept für eine orientalische Kichererbsensuppe mit Spinat:

Spinat-Kichererbsen-Eintopf

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Safran

So wie Kurkuma färbt Safran das Essen gelb. Er ist gemahlen erhältlich, kann aber auch in einzelnen Fäden verwendet werden, die dekorativ über die pikanten oder süßen Speisen gegeben werden können.

Zimt

Ob eine Speise Zimt enthält erkennt man schnell am Duft. Dieses rotbraune Gewürz gibt es in vielen Darreichungsformen: gemahlen, gebrochen, in Stangenform, als Essenz. Sein holziges Aroma ist unverwechselbar. Hierzulande wird es beim Kochen eher für süße Rezepte verwendet, in der orientalischen Küche landet Zimt jedoch auch in Soßen sowie Fleischgerichten oder er wird für orientalische Rezepte mit Gemüse verwendet.

Zimt verfeinert auch dieses trendige Rezept: Ein köstliches Schoko-Hummus.

Schokoladen-Hummus

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Orientalisch kochen: Beste Aromen in Gewürzmischungen

Natürlich werden die meisten Gewürze Nordafrikas und der Levante nicht solo verwendet, sondern in der Regel kombiniert. Einige Gewürzmischungen haben sich etabliert und finden auch bei uns immer stärkeren Einzug in die Küche. Zu den bekanntesten gehören diese  Gewürze, die sämtliche orientalische Rezepte zu einem echten Highlight machen:

Ras el-Hanout

Im Arabischen bedeutet Ras el-Hanout soviel wie „Chef des Ladens“ – wahrscheinlich, weil das Beste der bekannten Gewürze in der Mischung zu finden ist. Die aus Marokko stammende Gewürzmischung Ras el-Hanout kann bis zu 25 orientalische Gewürze enthalten. Chili, Kardamom, Pfeffer, Muskatnuss, Zimt, Anis, aber auch getrocknete Blüten können Bestandteile dieser Gewürzmischung sein. Beim Kochen ist sie ideal zum Würzen von Lamm und Wild. Aber auch Rezepte mit Getreide wie Couscous, Bulgur oder Reis lassen sich mit Ras el-Hanout verfeinern. Oft wird die Mischung mit ganzen Gewürzen angeboten, damit sie erst bei Bedarf und je nach Rezept frisch gemahlen werden können.

Harissa

Die orientalische Küche kennt Harissa als scharfe Würzpaste oder als Gewürzmischung. Die feurig scharfe Chilisauce stammt aus Tunesien und wird beim Kochen zum Würzen von Eintöpfen verwendet. In ihr sind rote Chilis, Knoblauch, Salz, Kreuzkümmel, Koriander und Minze enthalten, die mit Olivenöl gemischt werden.

Viele orientalische Rezepte lassen sich mit Harrissa verfeinern – und die Paste kannst Du mit unserem Harissa Rezept ganz leicht selber machen.

Harissa

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Baharat

Diese Gewürzmischung stammt aus den Golfstaaten. Baharat ist für vielseitige Rezepte verwendbar, denn die Mischung enthält Gewürze wie Paprika, Kumin, Koriander, Pfeffer, Pfefferminze, Nelken, Muskatnuss, Kardamom, Zimt, Kümmel und Koriander. Als eine Art Currymischung dient Baharat zum Würzen von Geflügel, Fleisch- und Fischgerichten.

 

Lust auf orientalische Rezepte? Hier geht’s zu einer Auswahl unserer besten Rezepte aus dem Orient. Weitere Rezepte findet ihr im AllyouneedFresh Magazin.

Quinoa-Taboulé

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Hokkaido-Hummus

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Auberginen-creme

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