Kochen und backen mit Speiseölen
aus Sesam, Nüssen, Hanf & Co.

Kochen und backen mit Speiseölen

Jeder der gerne kocht, hat eine Auswahl an klassischen Speiseölen im Küchenschrank. Dazu zählen normalerweise Olivenöl, Rapsöl und Sonnenblumenöl. Sie sind vielseitig einsetzbar – zum Kochen, Backen, für Dressings und zum Verfeinern.


Es lohnt sich aber auch, ausgefallenere Öl-Sorten auszuprobieren, da diese sowohl geschmacklich als auch in puncto Nährstoffe einiges zu bieten haben. Wir stellen einige besondere Speiseöle vor, damit du bei deinem nächsten Einkauf im AllyouneedFresh Online Supermarkt weißt, wo du dich einmal „rantrauen“ könntest.

Sesamöl – Für asiatische und arabische Gerichte ein Muss Kochen und backen mit Speiseölen

Sesam gilt als eine der ältesten Ölpflanzen der Welt und doch ist Sesamöl hierzulande nicht so stark verbreitet wie andere Speiseöle. Da die asiatische und arabische Küche, in der Sesamöl häufig verwendet wird, jedoch immer etablierter wird, landet es mittlerweile auch bei uns immer öfter im Einkaufskorb. Das helle Sesamöl wird aus den naturbelassenen Samen des Sesams gewonnen, ist blassgelb und fast geschmacks- und geruchsneutral. Durch die Pressung und Filterung von gereinigten, gewässerten und getrockneten Sesamsamen wird dunkles Sesamöl gewonnen. Durch Röstung erhält es eine dunkle Bernsteinfarbe. Sesamöl hat einen intensiven Geruch und einen aromatischen, nussigen Geschmack. Während das helle Sesamöl für Pfannen- und Wokgerichte in China und Japan eine fast unerlässliche Zutat ist, wird das dunkle Sesamöl eher zum Würzen als zum Kochen verwendet. Salate und andere kalte Speise erhalten damit eine zusätzliche Geschmacksnuance.

Hanföl – Krautig, nussig im Geschmack und gesund obendrein

Keine Sorge – Hanföl macht nicht „high“. Es wird zwar aus den Samen des Nutzhanfs (Cannabis sativa) gewonnen, aber die berauschenden Stoffe befinden sich nur im Harz der Pflanze. Obwohl man die Verwendung von Hanf als Nutzpflanze bis 2.800 v. Chr. zurückverfolgen kann, gerieten Produkte aus Hanf längere Zeit in Vergessenheit. Grund dafür war das Einheitsabkommen über Betäubungsmittel von 1961, im Zuge dessen der Anbau von Hanf in vielen Ländern verboten wurde. Vor einigen Jahren wurden die Verwendungsmöglichkeiten von Hanf jedoch wiederentdeckt und so landete auch Hanföl wieder auf den Speiseplänen. Farblich changiert Hanföl von grün-gelblich (kaltgepresst) bis dunkelgrün (warm gepresst). Es riecht sehr aromatisch und der nussige, krautige Geschmack macht Hanföl zu einer tollen Zutat in der kalten und warmen Küche, denn es gibt Salatdressings, Saucen oder Marinaden einen unverwechselbaren Geschmack. Wenn du gerne selbst Brotaufstrich herstellst, mische doch mal ein paar Tropfen Hanföl darunter, um diesen ein neues Aroma zu geben. Zum Braten und Backen sollte es jedoch eher nicht verwendet werden, da sich bei hohen Temperaturen der Geschmack des Öles verändern würde. Hanföl gilt darüber hinaus als ernährungsphysiologisch hochwertig, denn es enthält wichtige essentielle Fettsäuren.

Kochen und backen mit Speiseöl

Kokosöl – In der Küche und im Bad ein Star

Wer hin und wieder asiatisch kocht, hat meistens auch ein gutes Kokosöl parat. Anders als viele andere Pflanzenöle ist es bei Zimmertemperatur nicht flüssig, sondern eher cremig bis fest. Kokosöl wird daher auch nicht in Flaschen, sondern in flachen Gläsern angeboten, damit man es besser entnehmen kann. Es wird aus Kopra, dem Nährgewebe der Kokosnuss gewonnen und zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren aus. Vor allem beim Braten und Frittieren von Gemüse, Meeresfrüchten oder anderen Zutaten überzeugt es durch seinen unverwechselbaren Geschmack. Da es im Vergleich zu anderen Ölen eher süßlich ist, eignet sich auch wunderbar zum Backen und zur Zubereitung von Desserts. Kokosöl macht aber nicht nur in der Küche eine gute Figur. Dank seiner Konsistenz und des angenehmen Geruchs eignet es sich nämlich auch hervorragend für kosmetische Zwecke. Es kann zum Einreiben nach dem Duschen oder auch zum Abschminken verwendet werden und funktioniert als Lippenbalsam. Auch als Basis für selbstgemischte Kosmetik- und Pflegeprodukte wie Zahnpaste und Deo kann Kokosöl genutzt werden. Deswegen findet sich bei allen, die auf Naturkosmetik setzen, meistens auch eine Dose mit Kokosöl im Badezimmer.

Kochen und backen mit SpeiseölenWalnussöl – Aromatisch für Süßes und Herzhaftes

Weil nussige Aromen sowohl in süßen als auch herzhaften Speisen besonders beliebt sind, bietet es sich an, Walnussöl beim Backen und Kochen zu verwenden. Wie sein Name vermuten lässt, wird es aus den Kernen von Walnüssen gewonnen. Natürliches Walnussöl ist hellgelb bis grünlich gelb und hat einen nussigen, bis leicht herben Geschmack. Aufgrund seiner günstigen Fettsäurezusammensetzung gilt Walnussöl als sehr gesund. Native Walnussöle aus Frankreich, Moldawien und Indien gelten bei Kennern als die besten Öle, da dort die Nüsse vor der Verarbeitung nicht geröstet werden. Dadurch wird das Öl feiner und hat einen milderen Geschmack. Walnussöl aus gerösteten Nüssen, dessen Geschmack intensiver ist, ist jedoch ebenfalls ein Genuss – letztlich entscheidet der persönliche Geschmack. Wer gern Brot, Kuchen und Kekse backt, kann probieren, einen Teil des verwendeten Pflanzenöls durch Walnussöl auszutauschen, um den Geschmack zu intensivieren. Suppen können mit Walnussöl ideal verfeinert werden und auch zu Fisch und Wild passt es hervorragend. Nur zum Braten und Frittieren sollte es nicht verwendet werden, da es zu hohe Temperaturen nicht so gut verträgt.

Leinöl – Flüssiges Gold aus dem Spreewald

Das aus Leinsamen gewonnene Leinöl kennen die meisten in Kombination mit Pellkartoffeln und Quark – so wird es typischerweise z.B. in der Spreewald Region angeboten. Besonders bekannt ist hier das Lausitzer Leinöl, da in dieser Gegend viel Lein angebaut wird. Leinöl gilt als sehr gesund, denn es enthält viele der 3-fach ungesättigte Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolsäure (benannt nach dem griechischen Wort „linos“ für Lein). Aufgrund seiner Farbe wird Leinöl auch „Flüssiges Gold“ genannt. Geschmacklich ist Leinöl nicht jedermanns Sache – es riecht würzig bzw. krautig, frisch und schmeckt leicht nussig und herzhaft. Daher sollte man es bei der Speisenzubereitung möglichst sparsam einsetzen, damit sein Geschmack nicht zu sehr dominiert. Wer es jedoch schafft, die richtige Dosierung zu finden, kann damit schmackhafte Salatdressings zubereiten oder es als Ergänzung zu gedünstetem Gemüse, Speisequark, Joghurt und Buttermilch verwenden. Da das kaltgepresste Leinöl eine geringe Hitzestabilität hat, sollte es jedoch nicht direkt zum Kochen und Braten verwendet werden.