Kochbegeistert und Mutter sein?! Kochmädchen zeigen schnelle Gerichte mit viel Leidenschaft

Kochbegeistert und Mutter sein, bringt so einiges an Turbulenz mit sich. Für Jule und Susi von Kochmädchen gehört beides untrennbar zusammen, auch, wenn sich durch die Kleinen so einiges verändert. Findet in dem folgenden Interview heraus, wie die beiden ihren Alltag mit den unterschiedlichsten Vorlieben ihrer Kinder meistern, und Leidenschaft und schnelle Gerichte unter einen Hut bringen.

AYNF: Hallo ihr beiden! Erst einmal: wir sind wahnsinnig beeindruckt mit welcher Gelassenheit und Vielfältigkeit ihr täglich eure Lieben verpflegt. Wie läuft das denn bei euch ab? Plant ihr die Woche durch oder entscheidet ihr spontan, was auf den Teller kommt?

KindergerichteJule: Danke! Ich muss gestehen, dass ich gern organisierter wäre, aber Pläne scheitern bei uns meist schon nach Woche eins. Mal kommen wir unerwartet zu einer Kiste Gemüse, dann haben wir einen spontanen Jieper auf Fisch. Ein anderes Mal sind wir nach Arbeit so geschafft, dass uns ein Lieferdienst das Abendessen vorbeibringen muss. Wir sind also eindeutig spontan. Unter der Woche gibt es selten Aufwändiges, weil die Große im Kindergarten ist und mein Sohn noch eine Breimahlzeit bekommt. Abends gibt es daher meistens selbstgebackenes Brot zu Salat oder einer schnellen Suppe. Ich habe hier eigentlich immer eine Schüssel mit Teig meines Lieblingsbrotes im Kühlschrank, der so immer einsatzbereit ist.

AYNF: Es ist beruhigend zu hören, dass man um für die Familie zu kochen nicht total durchorganisiert sein muss.

Susi: Nein, im Gegenteil. Wir wollen zeigen, dass man auch mit Kindern und Job abwechslungsreich kochen und backen kann. Alle Rezepte die ihr auf dem Blog seht, sind im normalen Familienalltag gekocht und getestet worden.

Jule: Unsere Rezepte spiegeln den Durchschnitt dessen wieder, was wir und unsere Familien mögen, worauf wir neugierig waren und an was wir uns gewagt haben. Dabei probieren wir alles einmal aus: vegetarisch, vegan, ohne Zucker, mit vielen oder kaum Kohlenhydraten. Für uns ist die Mischung perfekt und hält uns und unsere Familien in Balance. Und wenn mal wieder Uneinigkeit herrscht, weil unsere lieben Bauern nicht über den Tellerrand schauen möchten, dann kochen wir auch schon mal eine Portion für uns allein. Demnach ist für jeden, der gern schnell und gut kocht und immer neugierig ist, etwas bei uns dabei.

AYNF: Die kleinen „Bauern“ kennen bestimmt viele Eltern nur zu gut. Habt ihr einen Tipp für Eltern, deren Kinder nichts essen wollen bzw. mögen?

Susi: Geduld. Nach 9 Jahren mit Kindern am Tisch kann ich sagen, dass sich alle Essensmacken irgendwann geben. Die gesunden Sachen einfach immer wieder anbieten, irgendwann siegt die Neugier.

Jule: Ich kann mich nur anschließen: nicht aufgeben. Und nicht enttäuscht sein, wenn das Kind nicht probieren möchte oder schon beim Anblick einer neuen Kreation die Nase rümpft. Das haben wir alle als Kind getan und die meisten von uns konnten diese Scheu irgendwann ablegen.

AYNF: Wie wichtig ist Euch eine gesunde und ausgewogene Ernährung?

Jule: Mit der Geburt meiner Tochter ist unser Bewusstsein noch stärker geworden. Wir achten darauf, überwiegend biologische Lebensmittel aus regionalem Anbau innerhalb der Saison zu kaufen. Allerdings verbieten wir nichts, portionieren aber bei Sachen, die im Übermaß nicht guttun.

AYNF: Wie verändern sich die Essgewohnheiten, wenn man Kinder hat? Kindergerichte

Susi: Es muss heute schnell gehen in der Küche. Wenn drei Kinder quengeln und Hunger haben, dann macht man sich mit stundenlanger Vorarbeit sehr unbeliebt. Ich muss schauen, dass die Mehrheit der Kinder die Mahlzeit auch mag und satt wird. Abendbrot um 21 Uhr oder Frühstück um 11 Uhr ist undenkbar. Seitdem wir Kinder haben essen wir geregelter und definitiv auch gesünder.

AYNF: Und zum Schluss: was landet bei euch häufig auf dem Teller oder was geht immer?

Jule: Spaghetti Bolognese. Den Klassiker lieben wir einfach alle.

Susi: Bei uns sind es auch Nudeln. Allerdings aus dem Wok mit viel Gemüse und Curry. Das gibt es wirklich jede Woche. Allerdings immer mit anderem Gemüse. Das ist einfach immer lecker und in 15 Minuten fertig.

KindergerichteEssen ist und bleibt bei Jule und Susi also purer Genuss und wird gefeiert mit einem ausschweifenden Frühstück am Wochenende oder dem Lieblingsessen am Abend, wenn alle von ihren Erlebnissen erzählen.

Und, weil wir jetzt direkt Lust auf Pasta bekommen, empfehlen wir euch direkt mal das sommerliche Pesto Trapanese mit selbstgemachten Rigatoni weiter.

 

 

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