Die IAA 2017 –
Über die Mobilität der Zukunft

IAA 2017

Zum 67. Mal hat die IAA, die Internationale Automobil-Ausstellung, in diesem Jahr Freundinnen und Freunde des PKW und der Fortbewegung, des Designs und der Vision angelockt. Über 800.000 Besucher, darunter auch Deine Freunde von AllyouneedFresh, konnten sich auf rund 200.000 Quadratmetern in der Messe in Frankfurt am Main einen Eindruck von der Mobilität der Zukunft machen.


„Zukunft erleben“: So lautete das Motto der diesjährigen IAA, die einmal mehr spannende Antworten auf die spannende Frage, wie wir uns zukünftig fortbewegen werden, parat hatte. Was aber sind die wesentlichsten Trends unter den über 1.000 Ausstellern aus aller Welt? So viel sei vorab verraten: Es scheint, als würden wir anders mobil sein als bisher – und das nicht erst in ferner Zukunft, sondern schon bald.

Nicht nur sehen, sondern erleben IAA 2017

Innovative, interaktive und zukunftsorientierte Erlebnisse satt – so würden wir die vielen Eindrücke unseres IAA-Besuchs zusammenfassen. Eine Spritztour im neuen Seat Arona durch Barcelona? Die virtuelle Realität macht’s möglich! Dein Auto als AllyouneedFresh-Lieferadresse? Mit „We Deliver“, einem der Services von „We by Volkswagen“, wird das voraussichtlich 2018 deutschlandweite Realität! Maximales Fahrvergnügen? In Zukunft wird es vor allem eines sein: Maximal personalisiert!

Natürlich ist es vor allem das „Who is who“ unter den Automobilherstellern, das IAA-Messebesuchern auch ein Höchstmaß an Entertainment bieten will (und kann). Und so sorgen VW, Mercedes, BMW und Audi nicht nur unter Technikverliebten für Emotionen im Spitzentempo. Wir waren jedenfalls ziemlich beeindruckt von so viel Design und Funktion, das mitunter an die Sci-Fi-Entwürfe aus „Blade Runner“ erinnert. So vielseitig die Präsentationsformen auch sind: Thematisch ist sich ein Großteil der Aussteller in diesem Jahr ziemlich einig.

IAA 2017Trend 1: Elektromobilität

Elektromobilität ist schon heute in aller Munde. Auch auf der IAA ist sie eines der zentralen Zukunftsthemen. Schon in diesem Jahr hat sich der Absatz von E-Fahrzeugen in Deutschland mehr als verdoppelt. Tendenz steigend. Bis zum Jahr 2020 dürften deutsche Hersteller ihr E-Auto-Angebot von 30 auf 100 Modelle mehr als verdreifacht haben. Denn das lautlose Elektroautomobil hat viele Vorteile: Es ist emissionsfrei und schont Klima und Ressourcen zusätzlich, wenn die verwendete Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Auch Carsharing-Anbieter haben dieses Potenzial erkannt und werden in naher Zukunft verstärkt auf den Elektroantrieb setzen. Im Fokus steht für die Automobilindustrie nicht nur der Ausbau von Schnellladestationen, die ein (bestenfalls kabelloses) Aufladen innerhalb weniger Minuten ermöglicht. Fakt ist: Mit größeren Reichweiten werden Elektroautos zukünftig nicht mehr nur auf urbane Ballungszentren beschränkt sein, sondern Stadt und Land erobern.

Trend 2: Autonomes Fahren

Erleben wir schon bald das Ende des Lenkrads, Gas- und Bremspedals? Wer wir uns nur noch vage daran erinnern, wie es sich angefühlt hat, selbst zu fahren? Autonomes Fahren ist jedenfalls ein weiteres Kernthema der IAA. Die Frage „Haben Autos zukünftig ein Bewusstsein?“, mit der eine der wichtigsten Automobilmessen der Welt im Vorfeld geworben hat, scheint ein Großteil der Aussteller jedenfalls mit einem entschlossenen „Ja!“ zu beantworten. Hyper-futuristische Entwürfe wie der „Vision Tokyo“ oder der „Vision Van“ von Mercedes, das vielleicht intelligenteste Zustellfahrzeug von übermorgen, setzen jedenfalls neue Maßstäbe.

Innenräume werden längst nicht mehr sein, was sie waren. Eine loungige Atmosphäre, neue räumliche Freiheiten, nicht mehr vorhandene oder versenkbare Lenkräder – all das sind mehr als nur Design-Spielereien. Denn auch das Fahren und den Verkehr der Zukunft wird das hoch- oder vollautonome Auto maßgeblich beeinflussen. Wenn nämlich neun von zehn Kollisionen im Straßenverkehr aus menschlichem Versagen resultieren, Computer dagegen nur sehr selten versagen, könnten Unfallzahlen noch in diesem Jahrzehnt drastisch sinken. Erste Geh- bzw. Fahrversuche sind mit Abstandshaltetempomat, Notbremsassistenten und selbstlenkendem Parkpiloten jedenfalls gemacht…

Mercedes Benz - Vision Tokyo

Trend 3: Shared Mobility

Werden wir zukünftig überhaupt noch Autos kaufen? Bestimmt! Und doch werden Carsharing-Konzepte sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Denn auch die sind Ausdruck einer neuen Mobilität, die unseren immer flexibleren Lebensentwürfen entspricht. Schon heute zählt allein car2go 2,6 Millionen Kunden weltweit, die alle 1,4 Sekunden ein Auto mieten. Mit dem Smart Vision EQ Fortwo, einer IAA-Weltpremiere, ist jedenfalls das erste konsequent aufs Carsharing optimierte Elektroauto vorgestellt. Und das könnte die urbane Mobilität revolutionieren.

Der Clou: Der weitreichend autonome Vision EQ Fortwo soll seine Passagiere ganz von allein vom gewünschten Ort abholen. Eine Vernetzung innerhalb des Carsharing-Konzepts soll darüber hinaus dafür sorgen, dass Autos immer auch zueinander im Kontakt stehen und sich eigenständig über die Städte verteilen, um so nie zu weit weg von Dir zu sein. Auch alles, was mit dem Laden zusammenhängt, regelt das neue Carsharing-Fahrzeug autonom. Wird der Zweisitzer nicht benötigt, steuert er eine Ladestation an. Von ganz allein, versteht sich.

IAA 2017

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