Eine runde Sache:
Saftige Apfel-Fakten

Apfel

Ob in leuchtendem Grün oder intensivem Rot, süß oder säuerlich, knackig-saftig oder mehlig – der Apfel ist einer der ganz großen Obst-Klassiker. Nahezu das gesamte Jahr über gern gesehene Frucht in Obstkörben, die sich seit vielen Jahrzehnten auch beim Backen, Kochen, in Müslis oder Salaten behauptet. Was aber steckt drin in der ebenso leckeren wie wirtschaftlich bedeutenden Frucht aus der Familie der Rosengewächse? Welche sind die drei beliebtesten Apfelsorten, die hierzulande angebaut werden? Wir haben da einige saftige Apfel-Fakten für Dich…


Ein Fun Fact zum Einstieg: Eine Scheinfrucht ist er, der Apfel. Denn die eigentliche Frucht ist (botanisch gesehen) nicht etwa das von uns verwendete Fruchtfleisch, sondern sein Kerngehäuse. Jenes Fruchtfleisch ist es aber, für das der Apfel seit Menschengedenken geschätzt wird. So kultivierten die Römer bereits im 6. Jahrhundert vor Christus sechs Apfelsorten. Der Beginn einer ganz großen Obst-Karriere: Geschätzte 3000 Apfelsorten gibt es heutzutage weltweit, bis zu 2000 davon allein in Deutschland. Stolze 17 Kilo Äpfel isst der Deutsche im Schnitt pro Jahr. Dazu gesellen sich elf Liter Apfelsaft. Äpfel zählen zu den beliebtesten Obstsorten Deutschlands, keine Frage. Zu Recht, wie wir finden.

apfelbaum

Der Apfel und seine Inhaltsstoffe

Im Durchschnitt besteht der Apfel zu etwa 85 Prozent aus Wasser. Doch er ist mehr als nur saftig. „An apple a day keeps the doctor away“ – eine Redewendung, die nicht von ungefähr kommt. Denn er enthält bis zu 30 Mineralstoffe und Spurenelemente; allen voran Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert, und Eisen. Mit den Vitaminen B1, B2, B6, E und C, Provitamin A, Niacin und Folsäure sind Äpfel außerdem ausgestattet. Stoffe, die zu drei Vierteln in oder direkt unterhalb der Schale sitzen. Daher: Gut waschen und mit Schale essen.

Neben seinem Vitaminreichtum ist der Apfel auch in der Lage, die Darmtätigkeit zu regulieren. Enthaltenes Pektin ist in der Lage, den Cholesterinspiegel zu senken, Schadstoffe zu binden und auszuschwemmen. Auch Flavonoide und Carotinoide haben einen nicht unwesentlichen gesundheitlichen Vorzug: Sie haben eine antioxidative Wirkung im Organismus.

Was Äpfel außerdem so besonders macht? Ihre Geschmacksvielfalt! Wenngleich nur etwa sieben Sorten regelmäßig im Handel angeboten werden, hast Du bestimmt längst eine Apfelsorte gefunden, die Deinem ganz persönlichen Geschmack entspricht.

Die drei Hauptapfelsorten im deutschen Anbau

Apfelsorte: Elstar

Elstar: Mit seinem intensiv-würzigen Geschmack ist der gelb-rote Elstar die Hauptapfelsorte Deutschlands. Die Kreuzung aus Golden Delicious und Ingrid Marie, die 1975 eingeführt wurde und ihren Ursprung in den Niederlanden hat, macht etwa 19% der Apfel-Anbaufläche aus. Angeboten wird der Apfel mit dem mittleren bis hohen Säuregehalt von September bis Juni. Der Elstar, der als Tafelapfel ebenso beliebt ist wie zum Backen und Kochen, hat eine treue Fangemeinde. Dem aromatischen Geschmack sei Dank.

Apfelsorte: Jonagold

Jonagold: Dicht gefolgt wird der Elstar in Sachen Anbaufläche und Popularität von den Jona-Sorten. Vor allem der süß-säuerliche Jonagold, eine Kreuzung aus Golden Delicious und Jonathan, ist ein echter Allrounder. Gelblich-rot kommt die mittelsaure Apfelsorte aus New York daher, die seit ihrer Markteinführung im Jahre 1968 jedes Jahr von Oktober bis Juli Obstkörbe, Backwaren, Salate und Müslis… und Menschen glücklich macht.

Apfelsorte: Braeburn

Braeburn: Platz 3 geht an den Braeburn, den Neuseeländer unter den Äpfeln, der verstärkt seit den 1990er Jahren durch seinen feinsäuerlichen, süß-herben Geschmack, seine Festigkeit und gute Haltbarkeit überzeugt. Von Oktober bis Mai ist der grün-gelbe und rotgestreifte Apfel erhältlich. Seine Abstammung? Vermutlich ist der Braeburn eine Kreuzung aus den Apfelsorten Lady Hamilton und Cox Orange. Vermutlich, denn Gewissheit besteht keine. Eine Apfelsorte wie der vielleicht leckerste Zufall in der Geschichte des Apfels.

Daneben sind es Sorten wie Gala, Idared, Golden Delicious und Boskoop, die deutsche Anbauflächen beherrschen. Seit der „Slow Food“-Bewegung, die sich für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln stark macht, sind es zunehmend auch alte, in Vergessenheit geratene Apfelsorten, die auf Märkte zurückkehren. Wir sind gespannt, ob bald auch wieder Sorten wie der „Geflammte Kardinal“ oder die „Rheinische Schafsnase“ unsere Obstkörbe schmücken…

Für welche Apfelsorte schlägt Dein Herz? Verrate es uns mit Deinem Kommentar…

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