Das ist ungesund, die machen dick…
Was ist dran an Ernährungsmythen?

Ernährungsmythen

In Kindertagen haben wir viele gut gemeint Ratschläge von der Oma, dem Opa und den Eltern mit auf den Lebensweg bekommen, an die wir immer wieder zurückdenken, wenn wir beim Essen oder der Speisenzubereitung in bestimmte Situationen kommen. Sicherlich ist das meiste davon gut gemeint. Doch gelten diese Ernährungsmythen eigentlich heute noch oder lassen sich manche Dinge mittlerweile widerlegen?


ErnährungsmythenWir sind fünf bekannten „Weisheiten“ in puncto gesunde Ernährung auf den Grund gegangen und räumen hier mit einigen Vorurteilen auf.

1 – Kartoffeln machen dick

Kartoffeln sind mit nur ca. 70 Kalorien pro 100 Gramm wahrlich keine Dickmacher. Darüber hinaus stecken sie sogar voller Vitamine. Manchmal wird die tolle Knolle sogar die „Zitrone des Nordens“ genannt, denn unter ihrer Schale befindet sich viel Vitamin C. Kalorientechnisch zu Buche schlagen können Kartoffeln teilweise in verarbeiteter Form, z.B. als Pommes frites, Kroketten oder Rösti, was allerdings am Fett liegt, in dem sie gebraten oder frittiert werden.

2 – Frisches Gemüse ist besser als tiefgekühltes

Das stimmt nur bedingt. Erntefrisch verzehrtes Gemüse oder Obst hat viele Nährstoffe, wenn dieses jedoch länger gelagert werden muss (das trifft insbesondere auf exotische Sorten zu), verliert es nach und nach durch Wärme und Licht seine Vitamine. Darum ist es oft sogar besser auf tiefgekühlte Ware zurückzugreifen, da diese gleich nach der Ernte gefroren wird und somit die Nährstoffe erhalten bleiben. Das Tiefgefrieren bei minus 40 Grad macht Lebensmittel schonend haltbar.

Ernährungsmythen3 – Spinat darf man nicht aufwärmen

Spinat gilt als sehr gesund und gleichzeitig kommen schnell Bedenken auf, wenn es darum geht, bereits gekochten Spinat noch einmal zu erwärmen. Wenn Spinat zu lange ungekühlt aufbewahrt wird, können sich giftige Stoffe bilden. Spinatreste dürfen jedoch ohne Bedenken aufgewärmt und verzehrt werden, wenn sie aus dem Kühlschrank kommen. Gerichte mit Spinat, wie eine Gemüselasagne, können also ruhig zwei mal hintereinander genossen werden.

4 – Von Schokolade bekommt man Pickel

Schokolade schadet der Haut nicht. Wenn man in der Pubertät oder auch später unter Pickeln leidet, ist dies eher auf die Hormone zurückzuführen. Die kakaohaltige Süßigkeit hat keinen Einfluss darauf. Insgesamt begünstigt eine ausgewogene Ernährung allerdings Gesundheit und Wohlbefinden – aber ab und zu eine Tafel Schokolade schadet dabei nicht. Und wir wissen ja alle: Schokolade ist zumindest gut für die Seele.

Ernährungsmythen


5 – In Fischstäbchen stecken Fischabfälle

Darum, was in Fischstäbchen und Fischfrikadellen angeblich alles so verarbeitet wird, ranken sich wahre Horrorgeschichten. Unter der Panade dieses typischen Kinderessens steckt jedoch ausschließlich mageres Fischfilet. 65 Prozent eines Fischstäbchens müssen laut Norm aus echtem Fisch bestehen. Der Rest ist kein Abfall, sondern Panade aus Semmelbröseln, Mehl und Gewürzen. Das ist wohl auch der Grund, warum die goldgelben Knusperdinger manchmal gar nicht so sehr nach Fisch schmecken und daher auch von denen gemocht werden, die sich mit Lachs, Forelle & Co. sonst nicht so anfreunden können.

 

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