Bambus Pflanzen –
nachwachsende Rohstoffe

Bambus Pflanzen

Egal ob als dekorativer Sichtschutz im Garten oder als Sprossen im Asia-Restaurant – Bambus finden wir überall. Als schnell nachwachsender Rohstoff verwendet man ihn heute für die unterschiedlichsten Alltagsgüter wie Möbel, Fahrräder, Biokunststoffe oder sogar in Form einer Bambus Zahnbürste.


In den letzten Jahren hat Bambus immer mehr an Bedeutung gewonnen. Er wird sogar als DER Rohstoff des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Wir zeigen Dir, welche positiven Eigenschaften Bambus auf unsere Umwelt hat und wie er uns dazu hilft, unsere Ressourcen nachhaltiger zu nutzen.

Inhalt
Wie schnell wächst Bambus?

Bambus Pflanzen wachsen in tropischen Gebieten rund um den Äquator. Bambus ist kein Baum, sondern ein Gras. Seine Sortenvielfalt reicht von wenigen Zentimetern bis hin zu 40 Meter hohen Gräsern. Bambus ist die Pflanze mit der höchsten Wachstumsgeschwindigkeit der Erde. Da Bambus so extrem schnell wächst, können jährlich große Mengen gefällt werden, ohne den Bestand zu gefährden. Viele Bambusarten wachsen bis zu einem Meter pro Tag und können so bereits nach drei bis fünf Jahren geerntet werden. Bambus kann demnach als eine schnell wachsende Ressource bezeichnet werden. Zudem haben die meisten Bambusarten großflächige Wurzelsysteme, aus denen immer wieder neue Pflanzen nachwachsen. So stirbt durch das Fällen eines Bambushalms nicht die ganze Pflanze, wie etwa bei Bäumen.

Wie fair ist Bambus? Bambus Steamer

Der Großteil der hierzulande verkauften Bambus Pflanzen kommt bislang von Plantagen aus China. Momentan bauen viele Bauern kleine Mengen an Bambus an und ernten diesen selbst. Dieser wird dann vom Straßenrand abgeholt und weiterverarbeitet. Generell ist der Anbau von Bambus für die Umwelt und Arbeiter weniger belastend als die Produktion anderer Agrar-Produkte wie etwa Kaffee, Bananen und Baumwolle. Da Bambus eine sehr widerstandsfähige Pflanze ist, werden beim Anbau kaum Düngemittel, Pestizide oder künstliche Bewässerungsmethoden eingesetzt. Der Bambusanbau und dessen unmittelbaren Auswirkungen auf die Umwelt sind demnach vergleichsweise gering.

Bambus als Holz-Alternative?

Das Holz der Bambus Pflanzen ist sehr hart und dicht, deshalb lassen sich robuste und langlebige Möbel fertigen. Auch Bodenbeläge werden immer häufiger aus Bambus gefertigt, da er besonders hart und abriebfest ist. Zudem sind Bambus Pflanzen sehr leicht und flexibel und demnach gut als Baumaterial, als Verkleidung für Elektrogeräte und auch für Fahrradrahmen geeignet. Ob Bambus „besser“ als einheimische Hölzer ist, kann man heute noch nicht sagen. Allerdings kann Bambus im Vergleich zu Bäumen durch das schnelle Wachstum extrem viel CO2 speichern und ist – auch wegen der häufigen Ernte – nachhaltiger als das Holz der meisten Bäume. Einziger Haken sind die langen Transportwege des Bambus nach Europa. Allgemein müssen die weiteren Entwicklungen des noch kleinen Marktes abgewartet werden. Solange ist die Frage, ob Bambus oder Holz, eine Frage der Verfügbarkeit.

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Bambus statt Plastik

Bambus kann auch als Ersatz für Kunststoff und als Ausgangsmaterial für Bioplastik verwendet werden. Bambus ist biologisch abbaubar und eine nachhaltige Ressource. Da die Gewinnung von Bambus zudem weniger riskant ist als die Gewinnung von Erdöl, aus welchem herkömmliches Plastik hergestellt wird, kann Bambus als Alternative für Plastik angesehen werden.

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